Kitzbüheler Horn hatte es in sich

Mit der Etappe von Salzburg zum Kitzbüheler Horn wurde der Kampf um den Gesamtsieg bei der Österreich-Radrundfahrt eröffnet. Auf dem 82,7 Kilometer langen Teilstück wurde von Beginn an mit vollem Tempo gefahren, mit einem Schnitt von über 45 km/h rasten die Fahrer dem Horn entgegen. Die 1. Bergwertung nach 18 Kilometern konnte sich vom Feld heraus der bisher beste Kletterer der Rundfahrt Stephan Rabitsch vom Felbermayr-Express vor seinem Teamkollegen Markus Eibegger sichern. In weiterer Folge setzte sich bei hohem Tempo eine sechsköpfige Spitzengruppe mit dem gestrigen Etappensieger Elia Viviani vom Feld ab. Die Ausreißer konnten einen Vorsprung von knapp einer Minute herausfahren, beim 7,1 Kilometer langen Anstieg auf das Kitzbüheler Horn war das Feld dann wieder geschlossen. Bei hochsommerlichen Temperaturen verlangte der bis zu 22 Prozent steile Anstieg den Fahrern alles ab. Beim Anstieg zersplitterte das Feld und die Kletterer im Peloton gaben den Ton an. Den Attacken des Team Astana konnten nur wenige Radprofis folgen, letztendlich siegte Miguel Lopez Moreno (Astana Pro Team) vor Stefan Denifl (Aqua Blue Sport - 17 Sekunden zurück) und Giulio Ciccone vom Team Nationale Italiana, der 50 Sekunden Rückstand hatte.

Fotonachweis Hochhauser

Bester Welser Fahrer wurde heute Riccardo Zoidl auf dem 25. Platz, er lag im Ziel 4:49 Minuten hinter dem Sieger. Stephan Rabitsch belegte mit 5:13 Minuten Rückstand Platz 28 und konnte mit dem heutigen Sieg einer Bergwertung das Trikot des besten Bergfahrers bei der Ö-Tour verteidigen. In der Gesamtwertung liegt Rabitsch jetzt mit genau 5 Minuten Rückstand auf Platz 22, Riccardo Zoidl liegt auf Position 27. Morgen Freitag steht die schwere Glockner-Etappe über 212,5 Kilometer und 3.258 Höhenmeter auf dem Programm. Hier werden die Welser Radprofis versuchen verlorenes Terrain gut zu machen.